Kapitel III
Die Schreckenssaat in der angewandten Sith-Alchemie
Wer etwas anderes erwartet und doch stets das Gleiche anwendet, ist ein Narr
Eine neue
Sichtweise
So viel Potential halte ich hier in meinen Händen.
Die reine Saat dringt leicht in ein jeden Geist ein und zerrrt die verdrängten Ängste an die Oberfläche, sprengt die Fesseln der Moral und offenbahrt am Ende das, was tief in einem verborgen liegt. Sie seziert das Narrativ eines jeden Lebewesens.
Doch dies ist nur der Anfang.
Der Saat wohnt eine Kraft inne, die es zu extrahieren galt. Ein Wille, ein Sehnen nach dem aboluten Sein, der Freiheit ohne Grenzen und ohne Einschränkungen. Im Wahn ist Denken unmöglich. Eine Galaxis des Schreckens, so faszinierend sie auch sein mag, ist Chaos – und dies ist bedauernswerterweise ziemlich unproduktiv.
Also muss ich das binden, was im der absoluten Freiheit der Dunklen Seite existiert. Welch Ironie, dem Ziel des Sith-Codexes selbst die abgeworfenen Fesseln erneut überstreifen zu müssen.
Da sage einer noch, die Macht hätte keinen Humor.
Einmal meinem Willen unterworfen fungiert die Saat als hervorragender Verstärker der Macht. Gifte werden tödlicher. Heilende Wirkungen werden ins Gegenteil verkehrt. Friedliche Tiere werden aggressiv. Harmlose Pflanzen toxisch. wie eine Krankheit befällt die Saat alles, mit dem sie in Berührung kommt und hinterlässt ihre Sporen der absoluten Freiheit auf Ewigkeit. Die Spuren ihrer Taten sind ohne Modifikationen viel zu leicht nachvollziehbar. Ein Umstand, der schließlich den Schreckensmeistern zum Verhängnis wurde. Selbst die degenerierten Jedi waren in der Lage, den Spuren der Dunklen Macht bis zum Ursprung zu folgen.
Ihr Hunger nach Energie, nach Leben, ist nicht zu unterschätzen. Wo die Saat keimt, entzieht sie Energie. Sie saugt, wringt und blutet alles in ihrer Umgebung aus, während sie die Türen in den Verstand der Lebewesen eintritt.
Vorteile in praktischer Anwendung
Ich sehe starke Vorteile der Saat in der Nutzung für die Macht nach entsprechender, bedarfsorientierter Modifikation
Beschleunigte Verbindung der Subjekte zur Dunklen Seite durch Dauerstress. Je stärker das sympathische Nervensystem aktiviert ist, desto schneller fällt die Barriere zwischen Verlangen und Handlung. Resultat: Jedi liefern mehr Energie für alchemistische Zwecke.
Anmerkung: Bei etablierten Anwendern der Dunklen Seite ist der Zugewinn an psychoneuraler Machtenergie beachtlich.
Öffnet tiefe Zugänge zum traumabasierten Machtzugriff. Wer genug leidet, spürt alles. Panik ist eine starke Emotion und öffnet dem Geist die Tore.
Führt bei empfindlichen Machtnutzern zu entgleisender Selbstverstärkung. Der Ausbruch im Tempel war sowohl tragisch als auch ästhetisch. Ich denke, die Reste findet niemand. Obwohl ich mir nicht vorstellen kann, dass jemand diesen wandelnden Nervenzusammenbruch vermisst.
Ermöglicht temporäre Persönlichkeitsverformung zur Informationsgewinnung. Informationsextraktion wird mit der entsprechenden Konstellation fast schon zu einfach. Das Subjekt glaubt, es sei sein eigener Feind und erzählt mir bereitwillig seine Geheimnisse.
Anmerkung: Je nach vorhandener psychischer Stabilität ist das Subjekt anschließend nicht mehr verwendbar.
Katalysiert Instabilität bei Gruppenbindungen. Innerhalb von 16 Stunden zerstreitet sich jede bisher untersuchte Jedi-Gruppe mit mehr als 3 Mitgliedern bis zum Gewaltausbruch.